Die Stadtwerke Andernach sind seit geraumer Zeit mit verschiedenen Krisensituationen konfrontiert. Diesen Herausforderungen müssen sich die Stadtwerke, wie auch viele andere Unternehmen, stellen. Dennoch konnte nach zwei Verlustjahren im Jahr 2024 wieder ein positives wirtschaftliches Ergebnis erzielt werden. Auch im laufendenden Jahr sieht es danach aus, dass ein positives Ergebnis zu erwarten ist.
Beim Vertrieb von Strom und Erdgas wurde das Niveau der Markdurchdringung annähernd gehalten. Hier stand die Kundenbindung im Vordergrund und somit waren zum Ende des Jahres 2024 knapp 13.000 Energielieferverträge zu verzeichnen.
Beim Netzbetrieb für die Strom- und Erdgasnetze in der Kernstadt und den dazugehörenden Stadtteilen wurde der Fokus auf die Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit gelegt. Das erfolgte durch umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen, sowie Investitionen in die bestehenden Netze.
Das operative Geschäft der Stadtwerke Andernach Energie wurde neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch von weiteren Faktoren beeinflusst. Die gestiegene Außentemperatur und das weiterhin relativ hohe Branchen-Preisniveau führten zu fortlaufenden Veränderungen beim Kundenverhalten, sowohl von Haushalten als auch von gewerblichen Kunden.
Mit dem Rheinhafen halten die Stadtwerke leistungsfähige Infrastrukturen vor, um den Geschäftspartnern zuverlässige und flexible Verlade-Dienstleistungen sämtlicher Güterarten zu ermöglichen. Mit den vorhandenen Hallen- und Freilagerflächen dient der Hafen zahlreichen Kunden darüber hinaus als Puffer- und Zwischenlager. Weitere hafennahe Dienstleistungen runden das Angebot ab.
Im Berichtsjahr 2024 wurden 2.653.115 Tonnen Güter im Hafen Andernach verladen. Die Erhöhung der Gesamtmenge im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die Gütergruppen Container und Stückgut zurückzuführen. Außerdem gab es auf das Hafengeschäft im gesamten Jahr 2024 keine Auswirkungen durch Niedrig- oder Hochwasser. In der Folge stieg auch das Spartenergebnis deutlich an.
Im Hallenbad sind die Besucher-Zahlen mittlerweile wieder auf „Vor-Corona-Niveau“. Die Einrichtungen des Bades werden fortlaufend saniert, um positive Auswirkungen auf die laufenden Betriebskosten zu erzielen. Auch ist es für die Stadtwerke sehr wichtig, den Gästen einen angenehmen Badeaufenthalt zu ermöglichen.
Die beiden Parkhäuser wurden mit rund 255.000 Parkvorgängen gut besucht. Sowohl in der Tiefgarage wie auch im Parkhaus finden Nutzer Ladeinfrastruktur für nahezu alle handelsüblichen Elektrofahrzeuge. Neben der dort angebotenen Ladeinfrastruktur für Elektroautos können die Akkus von E-Bikes, Pedelecs und E-Scootern aufgeladen werden.
Die Stadtwerke investierten im Berichtsjahr rund 6.100.000 € in die Infrastruktur der eigenen Geschäftsbereiche. Rund die Hälfte dieses Betrages wurden für Investitionen der Wasserversorgung, des Rheinhafens, für das Hallenbad und die Parkhäuser verausgabt. Die zweite Hälfte der Summe investierten die Stadtwerke in die Netz-Infrastruktur der Strom-, Wärme- und Erdgasnetze.
Die Stadtwerke haben im Laufe der Jahre 2024 und 2025 die Organisation der eigenen Führungsstruktur einer kritischen Revision unterzogen. Zwischenzeitlich wurden nahezu sämtliche Empfehlungen der externen Experten zu diesem Projekt umgesetzt.
Die Stadt profitiert auf vielfältige Weise von den Stadtwerken. Neben der Konzessionsabgabe für den Betrieb der Versorgungsnetze zahlen die Stadtwerke Steuern und Abgaben in erheblichen Umfang. Darüber hinaus haben sich die Stadtwerke als attraktiver Arbeitgeber etabliert.
Zufrieden äußert sich der Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Christian Greiner: „Die Stadtwerke Andernach stehen für die Bereitstellung zeitgemäßer Hafeninfrastruktur, nachhaltige Investitionen in die Energieversorgung und Verlässlichkeit bei Energielieferverträgen. Auch in herausfordernden Zeiten sichern wir Arbeitsplätze, stärken die Lebensqualität und legen so den Grundstein für eine zukunftsfähige Stadt. An dieser Stelle danke ich auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren Einsatz“.
